SD Memory Card
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Eine SD Memory Card (Kurzform für Secure Digital Memory Card; deutsch Sichere digitale Speicherkarte) ist ein digitales Speichermedium, das nach dem Prinzip der Flash-Speicherung arbeitet. Die Pandora besitzt zwei Slots für solche Speicherkarten, sodass der interne Speicher dadurch erweitert werden kann. Ebenfalls kann sie SD-Karte mit höherer Kapazität (genannt SD High Capacity kurz: SDHC) lesen und schreiben.
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Eine oder zwei Karten?
Es ist zum Betrieb einer Pandora nicht zwingend notwendig, eine SDHC Karte zu kaufen, da die Pandora bereits einen internen Speicher besitzt, auf dem auch das Betriebssystem installiert ist. Somit könnte man auch ohne SDHC Karten auskommen und Daten und Anwendungen direkt auf dem 512MB grossen internen Speicher installieren. So könnte auch eine einzige SD Karte ausreichen, allerdings hat man mit zwei Karten mehr Freiheiten. Beispielsweise könnte man auf die erste Karte alle Anwendungen oder Spiele installieren, die man regelmäßig braucht, und die zweite dann dafür nutzen, um sie mit neuen Filmen, Spielen oder Emulatoren-Roms zu füllen. Oder man installiert auf einer Karte ein alternatives Betriebssystem und auf die andere Karte kommen dann einige Anwendungen für das System.
Die richtige Größe
Je größer die SDHC Karte ist, desto besser. Allerdings sollte man sich gut überlegen, ob es einem wirklich Wert ist, sich für 60 Euro die größte Karte auf den Markt zu kaufen. Dazu kommt noch, was man eigentlich mit der Pandora machen will. Wenn man viel Homebrew oder nur 16-Bit-Emulatoren spielen will wird schon eine 4GB Karte vollkommen ausreichen. Wenn man allerdings gern das Haus mit einer ganzen Staffel seiner Lieblingsserie oder mit seiner großen Sammlung an PlayStation-Spielen verlassen will, sollte man da schon zu größeren Karten greifen. Außerdem ist zu beachten, dass die Pandora offiziell SD-Karten bis 32GB unterstützt.
SDXC
Im englischen Forum wurde bereits das Thema SDXC (SD eXtended Capacity) angesprochen. Angeblich könne man mit Hilfe eines Firmware-Updates auch SDXC Karten verwenden, die eine maximale Kapaziät von 2 TB erreichen können. User, die 64 GB SDXC-Karten ausprobiert haben berichten aber, dass diese nach einer Formatierung mit dem Dateisystem ext3 sogar ohne Änderungen am System problemlos mit der Pandora funktionieren.
Die richtige Geschwindigkeit
SD-Karten haben verschiedene Geschwindigkeitsklassen, die garantieren sollen, wie schnell man auf der Karte mindestens schreiben kann. Eine Class 2-Karte hat beispielweise eine garantierte minimale Schreibgeschwindigkeit von 2MB/sek, eine Class 4 4MB/sek usw. Programme auf der Pandora schreiben jedoch nicht soviel Daten auf die SD-Karte, sondern lesen eher aus ihr. Im Grunde kann davon ausgegangen werden, dass eine SD-Karte deutlich schneller Daten lesen als auch schreiben kann, wobei die Leserate meist um ca ein Drittel über die Schreibrate liegt. Bei Angaben für die Geschwindigkeit einer Karte wird meist auch ein Faktor verwendet. Dieser Faktor beschreibt die Geschwindigkeit der Karte im Verhältnis zur Geschwindigkeit eines (1x) CD-Laufwerks. Beispielsweise hat die Verbatim „Premium“ Class 6 16GB SDHC eine minimale Schreibgeschwindigkeit von 6MB/sek (40x) und eine Lesegeschwindigkeit von 20MB/sek (133x), die durchschnittliche Schreibgeschwindigkeit dürfte irgendwo dazwischen liegen. Viele Hersteller benutzen auch unterschiedliche Bezeichnungen wie „Gold“, „Premium“ oder „Performance“, um diese in ein besseres Licht zu drücken. Deshalb sollte man sich dringend erkundingen, wie schnell die Karte tatsächlich Daten lesen und schreiben kann. Auch sollte man nicht gleich davon ausgehen, dass eine Class 4 Karte eine langsamere Lesegeschwindigkeit hat als eine Class 10 Karte. Beispielsweise hat eine Panasonic „Silber“ SD Card Class 4 mit 2GB Speicher ebenfalls eine max. Lesegeschwindigkeit von 20MB/sek wie die Verbatim „Premium“ Class 6 16GB SDHC-Karte. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass eine SDHC-Karte mit einer hohen Geschwindigkeitsklasse ebenfalls eine recht hohe Lesegeschwindigkeit hat.
Wie soll ich meine SD-Karte formatieren?
Neu erworbene SD-Karten sind meist mit dem Dateisystem FAT vorformatiert. Deshalb muss die Karte meist nicht neu formatieren werden. Der Vorteil von FAT liegt darin, dass die meisten verbreiteten Betriebsysteme, egal ob Windows, Linux oder MacOS, dieses Format von Haus aus unterstützen. Allerdings liegt die maximale Dateigröße bei FAT bei 4GB, was für die meisten Einsatzzwecke der Pandora mehr als ausreicht. Wer jedoch gerne größere Dateien auf seiner SD-Karte lagern will und sich mit Dateisystemen ein bisschen auskennt, sollte einen Blick auf das bekannte Linux-Dateisystem ext2 werfen. Allerdings benötigt man zum Auslesen der SD-Karte unter Windows spezielle Software, da Windows ext2-formatierte Partitionen nicht unterstützt. Nach Angaben von Craig sollten OSX User von dem Dateisystem ext2 Abstand halten, da beides zusammen nicht sehr gut läuft.
Sicherheitshinweise, Preise und Fälschungen
SD-Karten gibt es von vielen Herstellern und sind allgemein sehr gefragt auf den Markt. Allerdings sollte man drauf achten, wo man eine Karte kauft und von wem. Besonders auf Online-Aktionshäusern wie eBay werden viele Fälschungen angeboten, die eigentlich gar nicht wie Fälschungen aussehen. Bei gefälschten SD-Karten kann es dazu kommen, dass eines Tage ihre Karte entweder nichtmehr gelesen werden kann oder Daten einfach nichtmehr abgespeichert werden können. Allgemein gilt: In Deutschland ist der Verkauf von Plagiate und Fälschungen generell verboten! Bei eBay sollten sie deshalb auch aufpassen, woher die Ware eigentlich kommt. Angebote aus Hong-Kong oder China sollte man generell vermeiden, auch wenn die Preise aus diesen Ländern deutlich geringer sind als in Kaufhäusern. Auch bei Verkäufern, die angegeben haben, in Deutschland zu sitzen, sollte nicht sofort zuschlagen werden, denn genau weißt man allgemein auch nicht, ob diese Angabe korrekt ist oder nicht. Meist hilft es da auch, den eingestellten Text auf Grammatik oder Rechtschreibfehler zu überprüfen, dem Verkäufer auf Deutsch eine simple Frage zu stellen oder sich die Versankosten anzuschauen, die für eine SD-Karte nicht zu hoch ausfallen sollte. Eine Liste bekannter Fälscher auf eBay gibt es auf SOSFakeFlash.
Auch sollte man nicht davon ausgehen, dass mit der Zeit die Preise für SD-Karten gesenkt werden. Hier orientiert sich der Preis abhängig der Markt-Situation. Beispielsweise sind die Preise damals für Arbeitsspeicher gestiegen, als Microsoft sein damals neustes Betriebssystem Vista auf den Markt brachte, obwohl sich an den Produktionskosten von Arbeitsspeichern nix geändert haben.
Flashchiptutor hat einmal ein Beispiel für den wechselnden Preis dokumentiert. Im April 2009 sahen die Preise für SD-Karten im Schnitt so aus:
| 1 GB | 3,38 USD |
| 2 GB | 4,11 USD |
| 4 GB | 6,61 USD |
| 8 GB | 13,23 USD |
| 16 GB | 29,41 USD |
Bis September 2009 sind allerdings die Preise gestiegen und nicht gefallen:
| 2 GB | 5,17 USD |
| 4 GB | 7,31 USD |
Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass SD-Karten mit normalen Preise keine Fälschungen sind. Viele SD-Karten-Fälscher verkaufen mittlerweile auch ihre SD-Karten zu normalen Preisen, um ihren Gewinn zu erhöhen.
Um ganz sicher zu gehen, ob ein Angebot eine Fälschung ist oder nicht, sollte man nur zu einem Händler seines Vertrauens gehen. Große, bekannte Kaufhäuser in Deutschland oder kleine bekannte Elektro- bzw. Computerwarenhandel werden aufgrund des deutschen Rechts keine gefälschten Waren zum Verkauf anbieten.

