Pandora

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Aktuelles Foto der Pandora

Die (oder auch gelegentlich der) Pandora ist eine Open-Source-Handheld-Konsole, die aus der GP2X und GP32 Community hervorgegangen ist. Die Entwicklungsleitung blieb dabei ausschließlich dem Open-Pandora-Team überlassen. Außer zum Spielen wird das Gerät auch als PDA und Media-Player eingesetzt werden können.


Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsdatum

In Zwei Monaten™ dürften wir das Release des ersten Serienproduzierten Pandoras erleben. Derzeit ist der 1st-Batch in Vorbereitung mit etwa 4.000 in Kleinserien produzierten Geräten, die von der Community per Vorkasse mitgetragen wird. Es werden noch weitere Batch-Produktionen folgen müssen, bis das Jungunternehmen eine Großproduktion starten kann und Geräte auf Vorrat produziert werden können.

Erkennungsmerkmale

Design

Die Pandora ähnelt dem Nintendo DS Lite, ist jedoch etwas größer. Die auf der unteren Hälfte angebrachte Tastatur leitet sich aus dem Design eines Laptops, die Spieletastatur jedoch von verschiedenen Gamecontrollern, wie denen des SNES und der PlayStation, und Handheld-Konsolen, wie der PSP oder dem Nintendo DS, ab.

Bildschirm

Der 4,3 Zoll Touchscreen der Pandora hat eine Auflösung von 800x480 Pixeln (WVGA) und basiert auf LPTS-Technik. Das Display besitzt eine physische Größe von 940 x 550 mm (1089 mm = 4,3" diagonal), das Seitenverhältniss entspricht dabei 15:9. Vom Display-Hersteller wird eine Leuchtdichte von 300 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 450:1 angegeben. Der Touchscreen besitzt keine Multitouch-Eigenschaften und kann daher nur einen Druckpunkt zur Zeit erkennen, jedoch kann er zwischen 16 Druckstufen unterscheiden. Man kann den Touchscreen mit den Fingern bedienen, für größere Genauigkeit und zur Vermeidung von Fingerabdrücken sollte jedoch der mitgelieferte Stylus der Pandora verwendet werden.

Lautsprecher

Für Audiowiedergabe sind Stereo-Lautsprecher eingebaut. Diese sind links und rechts vom Bildschirm positioniert in einen Abstand von etwa 117 mm. Derzeit liegt den Wiki-Autoren noch keine Untersuchung vor, die erklärt, wie sich dieser geringe Abstand auf den Stereo-Effekt auswirkt.
An der Stirnseite (gegenüber dem Scharnier) findet man eine 3,5 mm Klinkenbuchse für ein Headset. Es können jedoch auch handelsübliche Kopfhörer eingesetzt werden, wie man sie schon vom Walkman oder Mp3-Player her kennt.

Energieversorgung

Das Gerät wird durch den mitgelieferten LiPo-Akku auch bei maximaler Arbeitsleistung für ungefähr 10 Stunden für den mobilen Einsatz bereitstehen.
Doch auch als Portables Gerät mit Stationären Einsatz ist der Pandora gut gerüstet. Er kann über den USB-OTG Port geladen oder betrieben werden. Hält sich dabei jedoch an die 500 mA Grenze, die eigentlich für diese Schnittstelle vorgesehen war, und ist daher unter umständen auf zusätzliche Akkuleistung angewiesen - zumindest jedoch reicht der Ladestrom nicht aus um gleichzeitig an dem Gerät zu arbeiten (oder vielmehr zu spielen).
Über ein zusätzlichen Netzport (Steckergröße liegt derzeit noch nicht vor, Rundstecker mit Innen- und Außenpol) kann das Gerät auch mit mehr Strom versorgt werden.
Der Pandora-Akku hat eine Kapazität von 4000 mA und liegt unter einer Service-Klappe, die es dem Anwender jederzeit erlaubt den Akku leicht zu wechseln. Bitte dazu das Kapitel Akkuwechsel beachten!

Bedienungsmöglichkeiten

Neben dem Touchscreen bietet das Gerät eine vollständige QWERTY-Tastatur, das die Übersichtlichkeit erhöht, da auf dem Bildschirm keine Tastatur eingeblendet werden muss. Die Ziffernreihe ist abgesetzt über dem Spieltpult, bestehen aus der inzwischen klassischen Gamepad-Kombination mit DPad, A,B,X,Y-Tasten, zwei Schulter-Tasten und [Start]- und [Select]-Buttons besteht. Neben einer besonderen Pandora-Taste, die als Menü-Taste fungiert, bietet der Pandora jedoch gleich auch noch ...

Zwei Analognubs

Diese etwa 16 mm großen Scheiben lassen sich 2 mm in jede Richtung verschieben. Zumindest aus Zweidimensionaler Sicht, den einen Druckpunkt wie zu Anfang geplant und heftig umstritten, gibt es nicht.

Anschlüsse und Anbindung

Trotz der kompakten Bauweise bedingt für den mobilen Einsatz, stehen relevante Anschlüsse bereits auch ohne Cradle oder Dockingstation zur Verfügung, die sonst typisch für eine stationäre Konsole sind.

Video Ausgang

Über ein optional erhältliches AV-Kabel, welches am Expansionsport des Pandoras angeschlossen wird, kann ein Fernsehrgerät oder Videomonitor mit SVideo-Signal (Hosidenstecker) oder Composite-Video-Signal (gelber Chinch Stecker) versorgt werden.

Audio Ein- und Ausgänge

Zusätzlich bietet das optional erhältliche AV-Kabel, auch die Möglichkeit Geräte wie Fernsehr, Videomonitor und Audioanlagen mit einem Stereo-Audio-Signal zu versorgen oder zu Empfangen. Für Ein- und Ausgang liegt ein getrenntes Paar Chinchstecker bereit aus jeweils einem weißen und einem rotem Stecker.

USB Schnittstellen

Der Pandora verfügt über einen modernen USB-OTG Port, über den er mit anderen Geräten kommunizieren kann, oder bei Bedarf aufgeladen werden kann.

Bitte Überarbeiten!

Mehrere (über einen USB-Hub) externe Spielsteuergeräte (Gamecontroller), Zeigergeräte (Maus/Trackball), Tastaturen oder Drucker können über einen USB-Hightspeed-Host angeschlossen werden. Welche Geräte dabei bereits von der angepaßten Ångström-Distribution unterstützt werden findet man in der USB-Geräte-Kompatibilitätsliste. Gerätekommunikation ist über USB-OTG oder Kabellos über Bluetooth denkbar. Selbst Internetzugang dank WiFi-Schnittstelle.

Software

Die Pandora wird mit einem quelloffenen Linux-Betriebssystem (Ångström) ausgeliefert. Durch die Möglichkeit von einer SD-Karte oder USB-Speichermedium zu booten, also dem Starten eines Betriebssystem, kann der interne Flash-Speicher geschont werden, da ein Flash-Speicher naturgemäß beim Schreiben belastet wird. Dies ist besonders interessant und möglichst viele andere Betriebssysteme zu testen, da sich externe Flash-Speicher sich nach dem Ende ihrer Haltbarkeit leichter ersetzen lassen. Während das Betriebssystem auch auf dem Flash-Speicher ausgetauscht werden kann, ist das Bootprogramm geschützt, dies nennt der Homebrew-Fachman: Unbrickable.

Auf der Pandora sind als Standard etablierte Bibliotheken verfügbar, wie etwa OpenGL ES oder SDL, so dass auch unerfahrene Entwickler einfach in die Pandora-Programmierung einsteigen können. Viele Entwickler aus der bestehenden GP2X-Szene haben bereits angekündigt, dass sie auch auf dem neuen System entwickeln werden.

Auf der Pandora wird bereits zu Release eine beachtliche Menge an Anwendungen bereit stehen, da das integrierte Betriebssystem einen Paketmanager enthält, der Debian-Pakete akzeptiert, die für die ARM Little-Endian Prozessorarchitektur entworfen wurden.

Laut Entwickler ist die Pandora besonders für Emulatoren geeignet, mit denen sich viele klassische Videospiele emulieren lassen. Einige funktionstüchtige Emulatoren für PlayStation, Amiga, Super Nintendo, Atari Jaguar und für das Mega Drive wurden bereits gezeigt. Weitere sind in Entwicklung, wobei hier auf ambitionierte Hobbyentwickler gesetzt wird.

Entwicklung

Im Oktober 2006 trafen sich drei Distributoren der GP2X-Konsole in Korea. Craig Rothwell (UK, Nickname Craigix), M. Fatih Kilic (Türkei, Nickname mfk) und Michael Mrozek (Deutschland, EvilDragon) fühlten sich verbunden durch den Wunsch die Konsole der Gamepark Holdings an Ansprüche ihrer Kunden anzupassen. Im Februar 2007 fassten die Drei das Ziel, die leistungsstärkste quelloffene Handheld-Konsole zu entwerfen. Als im April 2007 die Vorbereitungen weit genug schienen um die Öffentlichkeit einzuweihen, hielten viele die Idee der Pandora-Konsole lediglich für einen Aprilscherz.

Im August 2007 sahen sich die Entwickler bereits kurz vor der Ziellinie. Es stellte sich jedoch heraus, das der Chipsatz MMSP2+ für die Pandora nicht die richtige Wahl sein konnte. Und so wurde ein neuer Chip gesucht und der TI-OMAP™3530 gefunden. Zudem ist auch der Hardwareentwickler Michael Weston (Kanada, Nickname MWeston) zu dem Projekt gestoßen, der ebenfalls davon träumte seinen eigenen Handheld zu erschaffen. Zusätzliche Softwareentwickler kommen aus den GP2X-Foren (GP32X.com und GP2X.de) und sind unter den folgenden Namen bekannt: DaveC, DJWillis und Squidge.

Abgrenzung von kommerziellen Spielkonsolen

Während die meisten vorhandenen Spielkonsolen Kopierschutzmechanismen aufweisen - anfangs Bauartbestimmt durch properitäre Catridges, später gezielt nachgerüstet, so wurden bei der Pandora keine solcher Mechanismen explizit entwickelt. Für die meisten Spielkonsolen gelten Lizenzmodelle für Entwickler, die zum einen den Verkaufspreis der Konsole gegen finanzieren kann, oder eingesetzt werden kann, um die Qualität zu steuern. Bei der Pandora steht die Software-Entwicklung jedem frei, daher auch Open Pandora. Es sind somit private, als auch kommerzielle Entwicklungen möglich. Wer DRM nutzen möchte, muss sich an die Chip und Kartenhersteller wenden, in denen die Mechanismen verborgen liegen - auch hier gibt es keine Lizenz, die durch den Herstellern verkauft wird.

Produktion und Verkauf

Anfang des Jahres 2009 wurden 4000 Geräte vorbestellt; diese werden voraussichtlich bis November 2009 produziert und ausgeliefert. In Deutschland wird die Pandora über den GP2X Shop vertrieben, eine Konsole kostet ca. 300 Euro. Wann der reguläre Verkauf beginnen wird steht noch nicht fest.

Spezifikationen

  • Texas Instruments OMAP3530 Prozessor mit 600 MHz
  • 256 MB DDR-333 SDRAM
  • 512 MB NAND-FLASH-Speicher
  • IVA2+ Audio- und Video-Prozessor
  • ARM Cortex-A8 superscalar Microprozessor-Kern
  • PowerVR SGX 530 (110 MHz) OpenGL ES 2.0 kompatible 3D-Hardware
  • Integriertes 802.11b/g WLAN
  • Integriertes Bluetooth 2.0 + EDR (3 MBit/s) (Class 2, +4 dBm)
  • Touchscreen-LCD, Auflösung 800×480 (Widescreen), Diagonale 4,3" (ca. 11 cm), 16,7 Millionen Farben (300 cd/m2 Helligkeit, 450:1 Kontrastauflösung)
  • Zwei Analogsticks; 15 mm Durchmesser, konkav
  • Vollständiges Gamepad mit Schulterknöpfen
  • Zwei SDHC-Karten-Slots (zurzeit bis zu 64 GB Speichergröße)
  • Kopfhörerausgang mit bis zu 150 mW/Kanal mit 16 Ohm, 99 dB SNR
  • TV-Ausgang (S-Video)
  • Internes Mikrophon plus der Möglichkeit externe Mikrofone anzuschließen
  • QWERTY-Tastatur mit 43 Tasten und Nummernpad
  • USB 2.0 OTG Port (480 Mb/s) mit Lademöglichkeit
  • USB 2.0 HOST Port (480 Mb/s) mit 500 mA Stromversorgung für angeschlossene Geräte
  • Extern zugänglicher UART für Hardware hacking und Debugging
  • Schutz vor Firmewareschaden mit integriertem Bootloader für sichere Code-Experimente
  • Läuft mit Linux (2.6.x)
  • Lithium-Polymer-Akkumulator mit 4000 mAh, bietet ca. 10 Stunden Laufzeit für Videos / Standardanwendungen und 100 Stunden für Musik
  • Maße: 140×83×27 mm<ref name="mweston" />
  • Gewicht: ca. 300 g

Kategorie:Handheld-Konsole

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