CD-Image

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Als CD-Image oder ISO bezeichnet man ein Speicherabbild einer CD in Dateiform. Obwohl es technisch kaum relevante Unterschiede zum ROM gibt wird meist hier differenziert, um auf das Ursprungsformat hinzuweisen.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau einer CD

Ein Sektor einer CD-ROM (Mode 1) besteht aus 16 Byte Headerdaten 2048 Byte Nutzdaten, 4 Byte Fehlererkennungsdaten, 8 Bytes mit Nullen und 276 Byte Fehlerkorrekturdaten. Dazu kommen 96 Byte Subcode Daten, die hauptsächlich für die Navigation auf der CD genutzt und üblicherweise nicht zum eigentlichen Sektor gezählt werden. Für die Zusammensetzung eines CD-Images lässt sich dies vereinfacht in drei Bereiche aufteilen:

Nutzdaten
2048 Byte
Rest
304 Byte
Subcode
96 Byte

Die Sektoren von Audio-CDs, beziehungsweise Audio-Tracks bestehen ausschließlich aus 2352 Byte Audiodaten, sowie 96 Byte Subcode Daten.

Die größte Einheit einer CD ist der Track. Ein Track besteht stets aus einer ganzzahligen Anzahl Sektoren.

Bekannte Image-Formate

Es existieren mehrere Formate für CD-Images, die unterschiedliche Eigenschaften haben und von unterschiedlichen Programmen benutzt oder erzeugt werden können. Dies sind die wichtigsten Formate:

bin/cue (CDRWIN)

Das Format bin/cue speichert Nutz- und Restdaten unkomprimiert in einer großen .bin-Datei. Die Subcode-Daten werden ersetzt durch ein Cuesheet (.cue), in dem alle auslesbaren Informationen – vor allem Tracklängen – in menschenlesbarer Form gespeichert werden.

ccd/img/sub (CloneCD)

Das CloneCD Format speichert einige Metadaten in einer .ccd-Datei. Die große .img-Datei ist vom Aufbau identisch mit einer .bin-Datei und kann daher leicht ins CDRWIN-Format umgewandelt werden, wenn man eine Cuesheet-Datei besitzt oder diese bei der Erstellung von CloneCD anfertigen lässt. Die Subcode Daten werden unkomprimiert in einer .sub-Datei abgelegt.

ISO

Das .iso-Format speichert nur die Nutz- und Headerdaten eines CD-ROM-Images und erzeugt somit die kleinsten Dateien. Audio-Tracks können in diesem Format nicht festgehalten werden und müssen seperat gespeichert werden. Aus ISOs und Audiodateien eine CD herzustellen gestaltet sich allerdings oftmals schwierig.

mdf/mds (Alcohol 120%)

Das Alcohol-Format funktioniert ähnlich wie das CloneCD-Format. Alle Daten inklusive Subcode Daten werden in der großen .mdf-Datei gespeichert. Die .mds-Datei dient als Beschreibungsdatei.

nrg (Nero)

Die bekannte Brennsoftware Nero Burning Rom hat ein eigenes Format, das Nutz- und Restdaten unkomprimiert und Subcodedaten ähnlich wie Cuesheets in einem eigenen Format speichert. Alle Daten werden dabei in eine einzige .nrg-Datei gespeichert.

Abgeleitete Formate

Neben den genannten Formaten gibt es einige Formate, die im wesentlichen den oben genannten entsprechen, aber erweitert oder modifiziert wurden.

Error Code Modeler

Der Error Code Modeler erzeugt aus einer .bin- oder .img-Datei eine .ecm-Datei. Er gleicht die Fehlererkennungs- und -korrekturdaten mit den Nutzdaten ab und speichert nur noch die Abweichungen. Das Ergebnis ist eine deutlich kleinere Datei, die aber mit kaum einem Programm geöffnet werden kann, ohne sie vorher wieder zu dekomprimieren.

COSI Compression

COSI funktioniert wie ECM, speichert aber Nutzdaten und Abweichungen seperat. Da es deutlich langsamer arbeitet als ECM und zudem nicht quelloffen ist, tritt es nur gelegentlich auf.

m3s/sbi

M3s und sbi arbeiten ähnlich wie ECM, werden aber auf Subcode Daten angewendet. Hierbei wird die Eigenschaft des Subcodes ausgenutzt, dass er für jede CD im Grunde gleich ist und nur an vereinzelten Stellen, wie etwa Trackgrenzen davon abweichen sollte. Die beiden Formate wurden für die Emulation des Libcrypt-Kopierschutzes der PlayStation entwickelt und sind bisher nur mit dem P.E.Op.S.-CD-Plugin in einigen Emulatoren benutzbar. Das m3s-Format speichert nur die so komprimierten Subcodes der ersten drei Minuten, da diese Dateien schneller zu erstellen sind und zur Emulation des Libcrypt-Kopierschutzes in den meisten Fällen ausreichen.

Redump.org

Eine Reihe eigener Formate bringt die Seite Redump.org hervor. Ziel ist es hier Images von CDs und anderen optischen Datenträgern möglichst originalgetreu in Dateiform abzubilden. Hierfür werden zum Beispiel Tracks einzeln gespeichert und je nach Format mit unterschiedlichen Programmen ausgelesen. Trotz der teils geringen Kompatibilität sind diese Formate bei Sammlern sehr beliebt.

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge